Worum es geht
Ich will öfter Neues ausprobieren, Dinge bewusst genießen und genauer hinschauen. Apps, in denen man Gewohnheiten abhakt, machen daraus eine Pflicht mit Punktestand. Das soll Stöberby nicht werden. Die Zeit in der App ist kurz: erinnern, zeigen, planen. Das Leben passiert draußen.
Am Brett hängt eine Handvoll Quests, kurze für ein paar Minuten und lange für Wochen. Eine lange besteht aus Etappen, denn Malen lernt man nicht an einem Tag. Die Texte klingen wie ein Freund, der einen anstupst: „Bestell das Gericht, dessen Namen du nicht aussprechen kannst. Zeig drauf. Das zählt.“ Jede Quest gehört zu einer von vier Regionen, vom Genießen bis zum Schaffen, und hinterlässt auf der Insel etwas Passendes, beim Genießen etwa eine Obstwiese. Was man zum ersten Mal macht, lichtet Nebel; was man wieder macht, lässt den Ort wachsen, von Setzlingen über junge Bäume bis zur fertigen Wiese.
Fertig sind bisher das Konzept, der Zeichenstil und ein Baukasten; dazu liegt ein erster Stapel Quest-Entwürfe, aus dem ich noch aussortiere. Von drei Stilrichtungen blieb der Filzstift, weil Haus, Mühle und Leuchtturm darin auch mit dreißig Pixeln Höhe noch zu erkennen sind. Die Teile des Baukastens kommen aus meinem eigenen Bildgenerator, mit einem Stilblatt als Vorlage, und werden auf der Karte leicht abgewandelt: Farbton, Größe, Spiegelung. Ein Prototyp der Karte läuft in libGDX, mit wabernden Wolken, Bäumen, die sich im Wind wiegen, und der Tageszeit von draußen.
Die Insel gibt es auch schon im Netz: Auf stoeberby.de lichtet sie sich beim Scrollen, und dort kann man sich für die Testrunde der App eintragen.





