Worum es geht
Ich lese Manga unterwegs auf dem Telefon und zu Hause auf dem Tablet, dieselbe Serie auf beiden. Die Bände liegen auf meinem eigenen Grimmory-Server, und dessen eingebauter Leser taugte dafür wenig. Die fremden Apps, die ich danach probiert habe, scheiterten am Server oder kannten keinen Lesestand, den beide Geräte teilen.
yomikata ist der Leser dafür: eine Android-App und eine Weboberfläche, beide gegen ein eigenes Backend, das seinerseits mit der Bibliothek spricht. Dazu kommt, was einen Manga-Leser von einem Comic-Leser unterscheidet: Die Leserichtung wird pro Serie gesetzt, weil eine gemischte Bibliothek beide Richtungen enthält und der Server dazu bei jeder Serie dasselbe sagt. Heruntergeladene Bände sind im Flugmodus vollständig lesbar und räumen sich nach dem Durchlesen selbst weg. Helligkeit und Warmfilter sitzen im Leser selbst, nicht drei Ebenen tief in den Einstellungen: abends ist die Mindesthelligkeit des Systems zu hell.
Der Panel-Modus ist das, was ich am liebsten vorführe. Auf dem Telefon entscheidet er, ob Lesen dort überhaupt geht. Eine Doppelseite mit sieben Panels ist auf sechs Zoll ein Suchbild: zoomen, schieben, die Leserichtung verlieren, die bei Manga von rechts nach links läuft. Deshalb kennt die Seite ihre Panels. Ein Doppeltipp schaltet um, danach führt jeder Tipp zum nächsten Panel, herangezoomt und zentriert, alles andere abgedunkelt, am Seitenende von selbst weiter auf die nächste. Die Reihenfolge steht in den Daten, schon in Leserichtung, der Leser sortiert nie selbst. Die Panels findet Magi, ein Bildmodell, das eigens für Manga trainiert wurde. Gerechnet wird auf meinem Rechner, in einem eigenen Werkzeug, das für große Läufe Grafikkarten mietet und sie hinterher wieder abschaltet.
Die App ist für wenige Leute mit je zwei Geräten gebaut, und dabei bleibt es: ein Erscheinungsbild, ein Dateiformat, keine Filter, keine Sortierung. Eigene Konten, eigene Zugänge und eigene Lesestände trägt das Backend darunter, und wer das helle Erscheinungsbild vermisst, liest im Browser. Einfach vor allgemein, das habe ich mir als Regel aufgeschrieben.





