dashy-dash
Live · nur mit ZugangMein selbst gehostetes Trainingstagebuch: Garmin, Strava-Export und Wahoo in einer Datenbank, mit Gesundheitswerten, Zielen und Planung.

Meine Trainingsdaten lagen an drei Stellen: elf Jahre bei Strava, seit 2024 auf der Garmin-Uhr, die Radfahrten zusätzlich auf dem Wahoo. Die Auswertungen, die ich wollte, gab es nur im Strava-Abo, und an die eigenen Garmin-Daten kam ein selbst gebautes Programm nicht auf offiziellem Weg. Das änderte sich im Oktober 2026: Seitdem gibt Garmin jedem in Garmin Connect einen persönlichen Schlüssel für die eigenen Daten.
dashy-dash holt damit stündlich die Aktivitäten samt Originaldateien und Tageswerte wie Schlaf, Ruhepuls und Erholung, liest den Strava-Export einmal ein und nimmt Radfahrten vom Wahoo als Datei an. Daraus rechnet es Ziele, Serien und Rückblicke für Monat und Jahr, eine Ampel, ob locker oder hart trainiert werden sollte, und an jeder Aktivität mit GPS das Wetter, bis zurück ins Jahr 2015. Wochenpläne entstehen aus festen Regeln; eine KI schreibt montags einen Kommentar zur Woche und plant auf Zuruf einzelne Einheiten. Auf die Uhr kommt ein Plan erst, wenn ich ihn freigebe.
Geplant habe ich dashy-dash am 25. Oktober 2026, gebaut am 26. und 27., auf Deutsch und Englisch. Es läuft auf meinem eigenen Server, nur für mich. Wochenkommentar, Planung und der Weg auf die Uhr sind gebaut, ihre Zugänge fehlen noch. Die Bilder auf dieser Seite stammen aus dem Designentwurf, alle Werte darin sind erfunden. Gebaut ist dashy-dash so, dass jeder es mit dem eigenen Garmin-Schlüssel betreiben könnte; das Repository ist aber privat, vielleicht wird es später offen.
Entscheidungen
Strava nur über den eigenen Export
Die Strava-Schnittstelle wäre der bequeme Weg gewesen. Sie steht aber nur mit Abo offen, erlaubt, Daten höchstens sieben Tage zu speichern, und verbietet, sie an eine KI zu geben. Für ein Tagebuch, das Jahre zurückreicht und Wochenkommentare schreibt, scheidet sie damit aus. Den eigenen Konto-Export herunterzuladen ist dagegen keine Nutzung der Schnittstelle: Er wird einmal eingelesen, danach kommt alles Neue von Garmin.
Eine Fassung je Einheit, nichts zusammengestückelt
Dieselbe Einheit erkennt dashy-dash an Sportart und Startzeit auf zwei Minuten genau oder daran, dass sich zwei Aufzeichnungen zu mehr als 80 Prozent überschneiden. Naheliegend wäre, aus allen Fassungen das Beste zusammenzusetzen, etwa die Strecke vom Radcomputer und den Puls von der Uhr. Dann ließe sich aber keine Zahl mehr auf eine Aufzeichnung zurückführen. Es bleibt deshalb genau eine Fassung: beim Rad die vom Wahoo, sonst die von Garmin. Nur Titel, Notizen und Markierungen dürfen aus jeder Quelle kommen.
Rohdaten aufheben, die Datenbank ist nur abgeleitet
Jede Originaldatei und jede Antwort von Garmin bleibt unverändert liegen, die Datenbank daneben ist nur ein ausgewerteter Stand. Wird eine Berechnung später besser oder ein Fehler im Einlesen gefunden, baut sich alles aus dem Archiv neu auf, ohne Garmin noch einmal zu fragen. Als Datenbank reicht SQLite: eine Datei statt eines eigenen Datenbankservers, bei einer Person oft sogar schneller, und für alle, die es selbst betreiben wollen, ein Container weniger.
Kacheln zählen, aber nicht alle zeigen
Wie unter Radfahrern verbreitet, zählt die Karte die Kartenkacheln, durch die eine Route führt. Jede Kachel mit ihrer Besuchszahl zu zeigen, verriete die Wohnung: Die Kachel um die Haustür hätte die meisten Besuche, und ein ausgespartes Loch an dieser Stelle markierte sie genauso. Deshalb wird alles gezählt, aber keine Kachel gezeigt, die eine Route nur in den ersten oder letzten 300 Metern berührt, und keine trägt eine Besuchszahl. Die Kachel an der Haustür erscheint trotzdem, weil man sie fast immer auch auf dem weiteren Weg durchquert.
Farbe gehört den Daten
Verworfen wurde ein dunkles Cockpit mit dichter Anzeige: auf dem Telefon anstrengend, und die Rückblicke zum Teilen hätten sich daraus schlecht auf hellem Grund exportieren lassen. Die Oberfläche ist hell, ihre Knöpfe sind graphitgrau, Farbe bekommen nur die Daten. Und Farbe trägt nie allein eine Bedeutung: Jede Sportart hat zusätzlich ein Symbol, die Ampel ein Symbol und ein Wort, damit alles auch bei Rot-Grün-Schwäche lesbar bleibt.





